Eure Meinung«SRF leistet immer weniger, aber wir sollen gleich viel zahlen»
SRF baut Stellen ab und stellt die Tagesschau am Mittag und Vorabend ein. In der Community sorgt dieser Entscheid für Diskussionen, die Meinungen dazu gehen weit auseinander.
Darum gehts
SRF streicht 75 Stellen, um ein finanzielles Defizit zu vermeiden.
Ab Sommer 2025 werden zwei Tagesschau-Ausgaben durch kürzere Newsflashes ersetzt.
Während einige Leserinnen und Leser kommentieren, dass sie diese Sendungen nicht vermissen werden, betonen andere, dass die Tagesschau ein wichtiger Teil des Service public sei.
Ausserdem sind viele über gleichbleibende Gebühren bei reduziertem Angebot verärgert.
SRF baut in den nächsten Monaten 75 Stellen ab, um ein finanzielles Defizit zu vermeiden. Ab Sommer 2025 wird zudem die Tagesschau am Mittag und um 18 Uhr durch Newsflashes ersetzt. Diese Massnahmen haben zu regen Diskussionen in der Kommentarspalte geführt. Den Originalartikel kannst du hier lesen. Wir haben einige der User-Kommentare zusammengefasst.
«Werde ich nicht vermissen»
Einige Leser und Leserinnen teilen mit, dass sie die betroffenen Sendungen nicht einmal kannten und daher keine grosse Lücke empfinden. Andreas.76 etwa kommentiert trocken: «Abschaffen, was niemand gesehen hat. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.» Ähnlich klingt es bei Nickebogger, der sagt: «Da werden Sendungen erwähnt, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Werde ich also auch nicht vermissen.» Der User damasg stellt sich sogar die Frage, warum es bisher überhaupt zwei Tagesschau-Ausgaben am frühen Abend gab: «Zwei kurz hintereinander? Das habe ich nie begriffen.»
Findest du den Abbau gerechtfertigt?
Auf diese Kommentare reagieren andere User und Userinnen jedoch kritisch. Impaler27 weist darauf hin, dass die Tagesschau für ihn ein wesentlicher Teil des öffentlichen Dienstes sei: «Tagesschau gehört für mich eigentlich zum Service public.» Ähnlich sieht es KritikerS., der fordert, dass SRF stattdessen bei der Unterhaltung einsparen sollte.
«Immer weniger Leistung, aber volle Gebühren»
Viele Kommentierende sind besonders über die Gebühren erbost. Für sie steht die Entscheidung im Widerspruch zu den weiterhin hohen Abgaben, die Serafe verlangt. User zebra80 bringt das Gefühl vieler auf den Punkt: «Aber Serafe bleibt immer gleich teuer?» katze77 stimmt zu und schreibt: «Immer weniger Leistung. Immer mehr sparen. Aber die Preise bei Serafe bleiben gleich.» Floppy12 fordert daher sogar eine Rückerstattung der Gebühren: «Tagesschau und 10vor10 sind so ziemlich die einzigen Sendungen, die ich auf SRF noch schaue. Also verlange ich Pro-rata-Rückerstattung der Serafe-Gebühr.»
Einige Stimmen betonen jedoch, dass die Einsparungen notwendig seien. So kommentiert merker: «Auch jedes andere Unternehmen muss sich den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Gut, hat dies SRF endlich erkannt.» deschnabias schreibt: «Auch wenn ich kaum noch diesen staatlich verordneten Sender schaue, hoffe ich, dass der Stellenabbau am richtigen Ort stattfindet.»
«Pseudo-Sendungen für junge Leute bringen nichts»
Die Qualität und Relevanz der SRF-Programme sind ein weiterer Kritikpunkt. Viele Leserinnen und Leser äussern sich negativ zu den Unterhaltungssendungen, die aus ihrer Sicht keine breite Zielgruppe erreichen.
User EggSiSee ist empört: «Haarsträubend, wenn gespart werden soll, dann sicher nicht bei der Tagesschau. All diese Pseudo-Sendungen für junge Leute bringen doch nichts, die sind auf anderen Plattformen unterwegs.»
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